Zeitgemäßer Internetauftritt für Allgäuer Urgestein

Zeitgemäßer Internetauftritt für Allgäuer Urgestein

Als kreisfreie Stadt, eingeschlossen in den Kreis Ostallgäu, führt Kaufbeuren eine fast 600jährige Tradition fort: von 1286 bis 1803 war die Stadt im Allgäu freie Reichsstadt und als solche nur dem Kaiser Rechenschaft schuldig. Man kann also mit gutem Gewissen behaupten, dass sich die Kaufbeurer schon immer bestens um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern konnten. Auch in der virtuellen Welt haben sie sich bislang gut behauptet. Der Umfang und die Funktionsvielfalt des städtischen Auftritts im Netz waren dann auch ein positiver Grund für die Entscheidung, die alte, weitestgehend statische Internetseite gegen ein CMS auszutauschen. Denn mehr als eintausend Dokumente wollen mittlerweile gepflegt, aktualisiert, kategorisiert, geordnet und den Bürgern und Besuchern zugänglich gemacht werden. Sich hierbei der Hilfe eines modernen Systems bedienen zu wollen, liegt also nahe.

Dass die Modernisierung in Städten und Kommunen vor den kleinen und mittleren Städten Halt machen würde, hat wohl niemand wirklich geglaubt. Aber ein wenig überrascht ist man doch, wenn man sich den Umfang des Projektes betrachtet, das die Kaufbeurer Stadtverwaltung da zur Lösung der immer weiter wachsenden Netz-Inhalte angestoßen hat: Eine vollständige Neugestaltung des Internetauftritts inklusive professionellem Webdesign und einem modernen Content Management-System stand auf dem Plan. Seit Januar dieses Jahres wird nun nach einem zügig durchgeführten Projekt mit Hochdruck daran gearbeitet, den Inhalt der alten Seite in das neue System zu integrieren.

Dass sich soviel Inhalt ansammeln konnte erklärt sich vor allem daraus, dass Kaufbeuren bereits seit gut zehn Jahren aktives eGovernment betreibt und auf der eigenen Internetseite vielfältige Informationen bereitstellt und Service-Angebote macht. Dazu gehören aktuelle News ebenso wie ein Veranstaltungskalender und der mittlerweile schon beinahe obligatorische Behördenwegweiser. Aber die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung wollten schon immer mehr bieten als nur eine farblose Visitenkarte: sie wollten die Internetseite der Stadt als echtes Portal verstanden und genutzt wissen. So erklärt es sich dann auch, warum die Homepage einer 40.000-Einwohner-Stadt aus dem Allgäu Funktionen und Leistungen bietet, die man durchaus noch immer bei weitaus größeren Städten vergeblich suchen kann.

Im Zentrum solcher Angebote wie Online-Anträge, Dokumentendownload, Online-Fundbüro und Wunschkennzeichenreservierung steht ein modernes, kommunales Selbstverständnis als Dienstleister für den Bürger und die Besucher der Stadt. Also weg vom grauen Behörden-Image hin zu einer offenen, transparenten und sympathischen Struktur, die den Besuchern der Webseite viel Mühe erspart - on- und offline.

Die bisherige Lösung, eine statische Seite, stieß immer häufiger an ihre Grenzen. Zu groß wurde der Aufwand, dynamische Inhalte einzustellen, bestehende Dokumente zu pflegen und zu aktualisieren. Besonders wichtig bei eGovernment-Leistungen: die Garantie, immer die neuesten Versionen von Anträgen, Vordrucken und ähnlichem bereitzustellen. Rechtssicherheit geht hier im Zweifel immer vor.

In Kaufbeuren wollte man von den einmal eingeführten Angeboten nicht mehr lassen, musste aber eingestehen, dass man um eine auch technische Neugestaltung nicht mehr herumkommen würde. Recherchen brachten schnell ein System zu Tage, dass besonders gut zu dem geplanten Relaunch zu passen schien: contentXXL des gleichnamigen Herstellers aus Nürnberg eignet sich aufgrund des Lizenzsystems, des einfachen Wissenstransfers, der Möglichkeit zur schnellen Anpassung einzelner Elemente und der Fülle verfügbarer Funktionen besonders gut für kommunale Projekte. Denn eine der Kernzielgruppen von contentXXL ist der Mittelstand, also einer der dynamischsten Wirtschaftsbereiche in Deutschland. Wer hier als Dienstleister bestehen will, der muss pragmatische Lösungen für praktische Probleme anbieten und kann sich nicht hinter Worthülsen oder wohlklingenden Versprechungen verstecken. Aus diesem Grund ist das System auch bei vielen Städten und Landkreisen im Einsatz, die allesamt sowohl das anwender- und nutzorientierte Produkt an sich als auch die persönliche Betreuung zu schätzen wissen.

Im Kaufbeurer Projekt bildete sich ein schlagkräftiges Quartett zur Planung und Umsetzung heraus: Jörg Ruckdeschel und Jürgen Wittek, beide aus der städtischen Abteilung für Informations- und Kommunikationstechnologien aufseiten der Stadt, und vonseiten des schlussendlich bevorzugten Dienstleisters Xparo Simon Schramm und Nikolaus Niedermeier. Mit viel Routine und zugleich viel Elan für die bevorstehende Aufgabe wurde das neue Portal zuerst mit einem neuen Webdesign versehen. Inspiriert von der Seite des Tourismus- und Stadtmarketings ziert in der endgültigen Version ein Panoramabild der Stadt und des Umlandes den Kopf der Seite. Die Navigation spiegelt die Stoßrichtung wider: klar, aufgeräumt und bürgernah.

Nach der Auswahl eines Designs wurden die weiteren Schritte auf dem Weg zum neuen Portal gegangen. Dabei unterstützte die Xparo GmbH die städtischen Fachkräfte vor allem mit Entwickler- und Umsetzungs-Schulungen. Das sogenannte Workshop-Konzept ist kennzeichnend für contentXXL und bringt ein wichtiges Element des CMS zum Ausdruck: Der Nutzer soll in der Lage sein, möglichst viel selbst zu machen - wenn er das denn will. So können mit wenigen Workshop-Tagen die eigenen Fachkräfte fit gemacht werden, was in Unterhalt und Pflege des Portals enorme Kosten einsparen kann.

"Wir wussten immer einen verlässlichen Partner an unserer Seite", so Jörg Ruckdeschel. "Meine Kollegen und ich haben uns schnell in das System eingearbeitet und konnten uns so sehr früh auf die konzeptionelle Arbeit konzentrieren, die so ein Projekt mit sich bringt." Dass noch so lange daran gearbeitet werden musste, alle Inhalte in das Portal einzubinden, hatte keine technischen Gründe, sondern resultierte einzig aus der Menge der Dokumente und Bilder. "Wir wollen unseren Bürgern und Besuchern mehr bieten als nur die übliche Adresssammlung. Hier entsteht echter Nutzwert für jeden, der auf kaufbeuren.de kommt", fasst Jürgen Wittek den eigenen Anspruch zusammen.

Die Stadt im Allgäu, wie sich Kaufbeuren mit einer selbstbewussten Bestimmtheit nennt, zeigt mit dem Projekt zur Neugestaltung der eigenen Homepage, dass es auch für kleine und mittlere Gemeinden keine unmögliche Aufgabe ist, sich selbst und den Bürgern mit einem professionellen Auftritt im Netz etwas Gutes zu tun. Wichtig hierbei sind vor allem die Wahl des richtiges Systems, ein Lösungspartner, mit dem man vertrauensvoll zusammenarbeiten kann und natürlich eine klare Vorstellung davon, was man mit einem Stadtportal erreichen möchte. In Kaufbeuren hat man die Funktionen jüngst noch um eine automatische Veröffentlichung von Stadtratsbeschlüssen erweitert, was das Portal nun zu einem aktiven Forum für gelebte Demokratie vor Ort macht.

Es war ein langer Weg vom kleinen Gehöft, das vor mehr als 1.000 Jahren entstand, zur weltoffenen und dabei doch so einzigartigen modernen Stadt Kaufbeuren, die sich heute mit all ihren Facetten im Internet präsentiert. In der Abteilung und bei den Partnern freut man sich auf jeden Fall über den Abschluss der inhaltlichen Arbeiten. Denn jetzt kann endlich alle Welt sehen, mit wie viel Engagement sich hier eine Stadt aufmacht, nach innen und außen moderne Kommunikation zu leben.


Michael Nutz
Beratung, Leitung
Marketing & Vertrieb

Tel.: +49 911 2550 420
Mail: m.nutz@xparo.com
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